Demokratieprojekttag an Schulen

Mit dem Projekt „Fluchtpunkte! Perspektiven auf Flucht aus, in und nach Deutschland“ wollen wir mit Schüler*innen ab Klasse 10 das Thema „Flucht“ aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und so den Blick weiten. Damit entwickeln wir auf Grundlage unserer bisherigen Erfahrungen die Projekte „Zeichen der Zeit“ und „GG19-Ein guter Tag für die Demokratie“ weiter. Im Jahr 2019 wird unser Grundgesetz 70 Jahre und wir können die friedliche Revolution des Jahre 1989 zum dreißigsten Mal feiern. Zwei Gründe mehr sich die historischen Entwicklungen gemeinsam anzusehen.

Warum genießen laut Grundgesetz politisch Verfolgte bei uns Asylrecht? Was sind politisch Verfolgte? Und warum darf die deutsche Staatsbürgerschaft nicht entzogen werden? Mit den Schüler*innen beleuchten wir das Thema „Flucht“ durch die verschiedenen Etappen des zwanzigsten Jahrhunderts.

Wir unterfüttern die aktuelle Debatte mit Zahlen und informieren über die gesetzlichen Bestimmungen. Die Begriffe „subsidiärer Schutz“, „Genfer Flüchtlingskonvention“ oder „Dublin-Abkommen“ sind zwar in aller Munde, doch was sie wirklich bedeuten, ist häufig nicht klar.

Jenseits von Zahlen und Fakten ist es uns jedoch auch wichtig, persönliche Bezüge herzustellen. Aus diesem Grund begleitet uns ein „Zeitzeuge“, der seine persönlichen Erlebnisse schildert. Die Perspektive eines „Flüchtlings“ aus der DDR bewegt Schüler*innen sehr. Die aktuelle Debatte wird dann in einer Podiumsdiskussion mit Politiker*innen, Vertreter*innen des Staates (Justiz, Polizei) und der Zivilgesellschaft (Verbände, NGO’s z. B. Pro Asyl, usw.) aufgegriffen und vertieft. Gemeinsam mit den Moderatoren und dem Zeitzeugen wird eine offene Diskussion ermöglicht, bei der Schüler*innen ihre Fragen stellen können, Meinungsaustausch gefördert wird und aus verschiedenen Perspektiven Erlebtes geschildert werden kann.

Mit dem Projekttag ermöglichen wir eine breite Debatte zu einem aktuellen Thema, informieren über Hintergründe, zeigen neue Perspektiven auf und üben gemeinsam den politischen Diskurs.

ZIELGRUPPE

Der Projekttag richtet sich an Schüler*innen ab Klasse 10 aller weiterführenden Schulen (Gesamtschulen, Realschulen, Berufsschulen, Gymnasien, (…)). Am Projekttag können ca. 150 Schüler*innen teilnehmen. Dieses Format ist bewusst gewählt. Durch die Gruppengröße und den Veranstaltungsrahmen unterscheidet sich der Projekttag deutlich vom normalen Unterricht. Bei der Veranstaltung können wir sehr gut mit Stimmungsbildern arbeiten, die eine gesellschaftliche Tendenz aufzeigen. Der Projekttag umfasst drei mal neunzig Minuten, sodass er an den Stundenplanrhythmus des regulären Schulbetriebs angepasst werden kann.

ORGANISATION – ZEITRAHMEN

1. Vorab

Wir organisieren vorab den Ablauf des Projekttages, die Einladung der Podiumsgäste und die Presseinformation.

2. Material

Für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht stellen wir Unterlagen auf CD für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zur Verfügung. Mit den Materialien können die Schülerpräsentationen erarbeitet werden.

3. Besuch des Projekttages

Die Veranstaltung dauert drei Doppelstunden (plus Pausen). In dieser Zeit werden Filmepisoden gezeigt und auf lebendige und anschauliche Weise zur Diskussion gestellt.

4. Nachbereitung

Mit dem Projekttag „Fluchtpunkte! Perspektiven auf Flucht aus, in und nach Deutschland “ widmen wir uns intensiv dem Thema Flucht und stellen Bezüge zu unserem Selbstverständnis und unseren Grundrechten her. Für die Nachbereitung ist es auch möglich, sich tiefergehend mit dem Thema einer europäischen Verfassung oder weiteren Grundrechten auseinanderzusetzen. Das Nachbereitungsmaterial bietet auch hierfür wertvolle Anregungen.

Feedback der Städtische Fachakademie für Sozialpädagogik München

"Insbesondere der Zeitzeuge war sehr spannend und die Verknüpfung von früher zu heute auch!"

"Alle Fragen wurden wertschätzend aufgenommen und geduldig beantwortet."

Downloads & Begleitmaterial
Fluchtpunkte Projekttag - PDF
Artikel des Kreisboten Kaufbeuren
Artikel der Kreiszeitung Sulingen
Ihr Ansprechpartner
Florian Garske

Telefon: +49 40 416207-28

Projektpartner